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Dokumentations- und Forschungsstelle
zur Baukultur und Architekturgeschichte Vorarlbergs



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              zur baukultur und architekturgeschichte vorarlbergs aav - architekturarchiv vorarlberg




Volksschule Nüzider 1963, Planung: C4, Foto:
                  Erika Sillaber
Volksschule Nüziders, 1963 Planung: C4; Foto: Erika Sillaber






Kontakt

Robert Fabach
Kornmarktstrasse 8
A 6900 Bregenz

info@architekturarchiv-vorarlberg.at
T +43 699 174 76625

Kurzdarstellung


Das Architekturarchiv Vorarlberg ist Dokumentations- und Forschungsstelle zur Baukultur und Architekturgeschichte Vorarlbergs. Es hat die Aufgabe ihr Verständnis und ihre Erforschung zu fördern und an eine mit der Baukultur befasste Fachwelt und an eine interessierte Öffentlichkeit zu vermitteln. Das Architekturarchiv Vorarlberg sammelt für das vorarlberg museum nach archivarischen und musealen Standards.
Das Architekturarchiv ist eine Einrichtung für das vorarlberg museum und wird vom Land Vorarlberg und von Projektsponsoren getragen.

Die inhaltliche Leitung erfolgt durch den Initiator und freien Kurator Robert Fabach.



Tätigkeitsbereiche

Die Aktivitäten des Architekturarchivs Vorarlberg umfassen folgende Bereiche.

•    Sammlung
  • Gesammelt wird für das vorarlberg museum zur Baukultur in Vorarlberg in einem Zeitfenster von etwa 1500 bis 1995. Dies umfaßt bäuerliche Hausformen aber aktuell die Arbeiten der Vorarlberger Baukünstler. Den Schwerpunkt bilden die Jahre  1955-1995, in denen maßgebliche, zeitgenössische Entwicklungen stattfanden und zu denen viele aktuelle Quellen zu verschwinden drohen.
  • Vor-/Nachlässe: Sicherung, überblicksartige Inventarisierung und sachgerechte Lagerung im Archiv des Vorarlberg Museums, nachfolgende detaillierte Inventarisierung und Aufarbeitung.
  • Interviews mit Zeitzeugen: Zur Dokumentation und als Kommentar zur Baukultur werden laufend Interviews geführt. (Audio/Video).
  • Sichtung bestehender Sammlungen und Archive in Vorarlberg und einschlägiger Archive außerhalb der Landesgrenzen.

•    Forschung
  • Das Architekturarchiv ist Plattform für spezifische wissenschaftliche Projekte und Architekturforschung. Wissenschaftliche Arbeiten werden angeregt, bzw. laufende Forschungsprojekte zum fachlich inhaltlichen Austausch ermutigt. Dabei wird die Architekturgeschichte mit anderen historischen Fachbereichen verknüpft (insbesondere innerhalb des Museums), wechselseitig erschlossen und auf relevante Daten gesichtet. Langfristiges und programmatisches Ziel ist die Erstellung einer Vorarlberger Architekturgeschichte, die auf diskursivem Weg und mit unterschiedlichen Autoren eine Entwicklung von den Barockbaumeistern bis zur Jetzt-Zeit zeichnet. Der aktuelle Architekturdiskurs wird jedoch komplementär von bestehenden Einrichtungen, wie dem Vorarlberger Architekturinstitut oder der Zentralvereinigung der Architekten abgedeckt.

•    Vermittlung
  •  Als sichtbare Resultate der Arbeit des Architekturarchivs werden Publikationen gefördert, bzw. selbst herausgegeben und die historische Dimension und der gesamtkulturelle Wert der Vorarlberger Baukultur an eine interessierte Öffentlichkeit vermittelt.
  • Neben der Betreuung und Förderung von Publikationen aus dem Forschungsbereich sind Tätigkeitsberichte zu relevanten Projekten (bspw. Kurzdarstellung anlässlich einer Übernahme von Vor-/Nachlassmaterial, oder Zusammenfassungen von Veranstaltungen) in einer geeigneten Form vorgesehen.
  • Das Architekturarchiv verfügt über keine unmittelbaren Ausstellungsflächen. Ausstellungsprojekte werden in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberg Museum und dem Vorarlberger Architekturinstitut realisiert oder unterstützt.



Ausgangspunkt Geschichtswerdung

Die Gründung des Architekturarchivs Vorarlberg erfolgte zu einem Zeitpunkt der Geschichtswerdung einer für die Region außerordentlich wichtigen Architektengeneration.
Gemeint ist jene lose Gruppe von Planern, - Hans Purin, die Architektengruppe C4, Leopold Kaufmann oder Jakob Albrecht – die Anfang der 1960er Jahren begonnen hatten mit konsequenten und eigenständigen Interpretationen der Moderne, architektonische Antworten auf die Fragen ihrer Zeit zu geben.
Die Prägnanz ihrer Arbeiten, die Konsequenz, mit der sie sachlich, intelligente Architektur für den Ort erarbeiteten, schuf Maßstäbe in der architektonischen Praxis und ein Netz von Referenzobjekten, welche als Grundlage einer nun schon 50 Jahre andauernden Entwicklung gesehen werden kann. Sie waren darüber hinaus bis in die 80er Jahre als Mitstreiter, Kollegen, Ratgeber und Arbeitgeber für die nachfolgenden „Baukünstler“ wirksam.
2003 wurden sie im Rahmen der Ausstellung und Publikation „Konstruktive Provokation“ in ihrer Bedeutung erfasst, 2007 anlässlich des 100 jährigen Jubiläums der Zentralvereinigung der Architekten als Ehrenmitglieder gewürdigt. Dadurch wurden sie zu „Vaterfiguren der Vorarlberger Architektenfamilie“ und rückten auch ins Bewusstsein einer allgemeinen Wahrnehmung. Doch diese latente Realität ist flüchtig und wird fortlaufend historisch.



Entstehung des aav

Der Impuls zur Bildung des  Architekturarchivs Vorarlberg entstand 2010 aus dem plötzlichen Ableben von Hans Purin und der Erkenntnis, dass nicht nur ein geistreicher und umfassend gebildeter Gesprächspartner abhanden gekommen war, sondern auch eine spezifische Einrichtung in Vorarlberg notwendig ist, um solch ein Erbe systematisch und wissenschaftlich zu bewahren.
Der Idee einer Zentralisierung von architektonischer Forschung steht die erlebte Erkenntnis gegenüber, dass die räumliche Distanz von Archiv und Werk eine grundlegende Erschwernis in der Rezeption dieser Architektur bildet.
Auf der Suche nach einer geeigneten Einrichtung für ein solches  Archiv
brachte die Neubesetzung der Leitung und die Reorganisation des Vorarlberger Landesmuseums - jetzt „Vorarlberg Museum“ - unter Dr. Andreas Rudigier den Anstoß zur Zusammenarbeit und zur Gründung im Rahmen dieser Institution. Das profunde Umfeld und zugleich die Neupositionierung des Museums bildeten einen ausgezeichneten Rahmen für ein derartiges Archiv.
So entstand das Architekturarchiv als Einrichtung für das Vorarlberg Museum.
Bewusst ist die Nähe zu den Bauten, als unverzichtbarer Bestandteil der Forschung, bewusst gewählt wurde auch die Integration in das Landesmuseum, um die virale Verknüpfung der Baukultur mit anderen Kulturformen und der Landesgeschichte zu thematisieren. Ein Bekenntnis zum Topos, zur Idee der Region und zugleich ein Bekenntnis zu kontinuierlichen Vernetzungen nach „außen“; beide beispielhaft für die Architektur in Vorarlberg.

Robert Fabach, Bregenz, 07. Oktober 2015




Veranstaltungen:


WEG DAMIT?


Einladung Treffen Arbeitskreis: 29.3.2917  19 Uhr, Im Hirschen, Bregenz



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mag.arch. Robert Fabach
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A 6900 Bregenz

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